Tooor!

Aktuelles


Liebe Leserinnen und Leser,

ein gewisses Kribbeln gehört dazu, wenn eine neue Saison beginnt. Zu ungewiss ist, was passieren wird. Die Saison 2020/21 stellt in dieser Hinsicht aber alles in den Schatten, was wir Fußballfans bisher kennen.

Der größte Wunsch aller ist, dass die Serie über die Bühne geht. Egal wie, denn einen erneuten Saisonabbruch muss niemand haben. Die Folgen für den Amateurfußball, der die erste Phase der Covid-19-Pandemie ohne größere Schäden zu überstanden haben scheint, wären in diesem Fall unübersehbar.

Die Spielplangestalter haben viel dafür getan, dass es eine komplette Serie gibt. Sie haben Staffeln verkleinert, einen großzügigen Zeitkorridor geschaffen, zum Teil Wettbewerbe eingestampft. Auch viele Vereine arbeiten intensiv daran, dass wieder der Ball rollen kann. Sie haben Hygienekonzepte erarbeitet, Corona-Beauftragte eingesetzt und sich Gedanken gemacht, wie alle Mitwirkenden am Spiel, und das sind auch die Besucher, bestmöglich geschützt werden können.

Es wäre wünschenswert, wenn die Zuschauer in den kommenden Monaten etwas zurückgeben würden und ihren Verein vor Ort so gut wie möglich unterstützen. Die Erkenntnis ist ja nicht neu: Was erst einmal verschwunden ist, das kommt in vielen Fällen nicht wieder. Also, um es mal auf Englisch zu formulieren: Support your local football club.

Und jetzt reden wir über Sport, und nur über Sport. Im Landkreis Goslar gibt es eine neue Nummer eins. Die TSG Bad Harzburg hat durch den Aufstieg in die Landesliga den Goslarer SC 08 abgelöst, der diese Rolle über Jahrzehnte inne hatte und gleichzeitig dafür gesorgt, dass der Kreis nach nur einem Jahr wieder in der höchsten Klasse des Bezirks vertreten ist. Das sollte zum Dauerzustand werden, und Zuwachs ist gern gesehen. Der GSC hat sicher die besten Voraussetzungen, die Rückkehr in die Landesliga zu schaffen.

Der Kreis Nordharz hat seine Staffelreform zunächst auf die Saison 2021/22 verschoben. Stattdessen gibt es Staffeln mit acht bis zehn Mannschaften, was zu Überraschungen führen dürfte. Mal sehen, welche Mannschaften die besten Mitteldistanz-Qualitäten entwickeln, denn bei 16 bis 18 Punktspielen ist von einem Marathon ja nicht mehr zu sprechen.

Auch uns hat Corona zum Experimentieren geführt. Wir haben uns angesichts der wackligen Lage dazu entschieden, unsere Beilage erstmalig nur digital zu produzieren. Zum Verständnis: Wenn „Tooor!“ erstmals auf den Bildschirmen auftaucht, dann ist das Produkt noch nicht komplett. Wir wollen unsere Leser am Entstehen teilhaben lassen und hoffen, dass die neue Form gut ankommt.

Jetzt muss nur noch der Ball rollen.

Björn Gabel

Sebastian Krause